von Anja Mertelsmann
Wie ist die Rechtslage bei Verspätung und Unmöglichkeit der Arbeitsaufnahme

Sind auch Sie von den Schneemassen überrascht worden?

Viele Arbeitnehmer konnten heute nicht oder nur mit Verspätung zur Arbeit kommen. Da taucht schnell die Frage auf, wie denn nun die Rechtslage ist.

Der Jurist denkt dabei an einen Anspruch nach § 616 BGB bei vorübergehender Verhinderung. Da es sich bei dem Schneechaos aber nicht um eine persönliche Verhinderung handelt, hat das Bundesarbeitsgericht bereits im Jahr 1982 entschieden, dass bei Naturereignissen § 616 BGB nicht zur Anwendung kommt. D.h. der Arbeitnehmer hat grundsätzlich keinen Anspruch auf Vergütung für die Zeit, in der er nicht oder verspätet die Arbeit nicht aufnimmt. 

Nun sind sicher auch Sie froh, wenn Ihre Mitarbeiter nicht verunglücken auf dem Weg zur Arbeit. Soweit Homeoffice möglich ist, werden die Arbeitnehmer dies vermutlich heute und vielleicht auch noch morgen nutzen. Wenn nicht, kommt selbstverständlich Urlaub, Überstunden abfeiern, Minusstunden aufbauen oder auch über die geringe Verspätung einfach mal hinwegsehen in Betracht. Aber denken Sie an die Gleichbehandlung! Wir sind sicher, Sie werden einen intelligenten Weg gemeinsam mit Ihren Belegschaften finden. 

Passen Sie auf sich auf, fahren und gehen Sie vorsichtig! 

 

Bild: Nowaja auf Pixabay

Zurück

Copyright 2022 Seaside Media. All Rights Reserved.
Es werden notwendige Cookies und Google Fonts geladen. Details finden Sie in unserer Datenschutzerklärung und unserem Impressum.