von Anja Mertelsmann

Arbeitsrechtliche Folgen einer Pandemie

Das Coronavirus breitet sich weiter aus und hat nunmehr auch Europa erreicht. Was bedeutet dies für Arbeitsverhältnisse in Deutschland, wer trägt das Betriebsrisiko, wenn die Produktion aufgrund von Lieferstopps steht, welche vorbeugenden Maßnahmen sind zu ergreifen und wie sieht es mit der Arbeitnehmerentsendung aus? Nur einige Themen, die Sie beschäftigen.

Auch wenn wir alle hoffen, dass es bei den wenigen Infektionen mit dem Coronavirus in Deutschland bleibt,  ist es gut, auf den Ernstfall vorbereitet zu sein. Und auch bereits heute gibt es Auswirkungen auf betriebliche Abläufe.

Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) hat daher eine Handreichung mit wichtigen Hinweisen für die Praxis bei Ausbruch einer Pandemie aus arbeitsrechtlicher Sicht herausgegen.

Unseren Mitgliedsunternehmen steht das aktualisierte BDA-Merkblatt vom 28. Februar 2020 im Login-Bereich zur Verfügung. 

 

Kurzarbeitergeld auch bei Personalengpässen aufgrund des Coronavirus!

Die Bundesagentur für Arbeit hat in einer aktuellen Meldung am 28. Februar 2020 noch einmal ausdrücklich klargestellt, dass bei Auftragsengpässen durch das Corona-Virus die Beantragung von Kurzarbeitergeld grundsätzlich möglich ist:

Corona-Virus: Kurzarbeitergeld möglich - Örtliche Arbeitsagentur prüft Voraussetzungen bei Kurzarbeit aufgrund der Pandemie 

Wenn Unternehmen aufgrund der weltweiten Krankheitsfälle durch das Corona-Virus Kurzarbeit anordnen und es dadurch zu Entgeltausfällen kommt, können betroffene Beschäftigte Kurzarbeitergeld erhalten. Diese Leistung muss vom Arbeitgeber beantragt werden. Voraussetzung für den Bezug von Kurzarbeitergeld ist, dass die üblichen Arbeitszeiten vorübergehend wesentlich verringert sind.

Das kann zum Beispiel der Fall sein, wenn aufgrund des Corona-Virus Lieferungen ausbleiben und dadurch die Arbeitszeit verringert werden muss oder staatliche Schutzmaßnahmen dafür sorgen, dass der Betrieb vorübergehend geschlossen wird.

Wichtig: Betriebe, die aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie Kurzarbeitergeld beantragen möchten, müssen sich zuvor bei der zuständigen Agentur für Arbeit melden. Diese prüft dann, ob die Voraussetzungen für die Leistung erfüllt sind.

Online zum Kurzarbeitergeld:

Betriebe können die Kurzarbeit online anzeigen. Hat die zuständige Arbeitsagentur festgestellt, dass das Unternehmen die Voraussetzungen erfüllt, können sie Kurzarbeitergeld ebenfalls online beantragen.

Weitere Informationen und die Links zur Online-Anzeige beziehungsweise zum Online-Antrag finden Sie auf der Seite der Arbeitsagentur Kurzarbeitergeld –Informationen für Arbeitgeber.

https://arbeitsagentur.de/news/kurzarbeit-wegen-corona-virus

 

Bild: Juraj Vargaa auf Pixabay

 

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