von Kira Schlegel
In der Krise wachsen: wie Sie sich als Führungskraft konstruktiv im Umgang mit der Covid-19-Epidemie verhalten

Die aktuelle Situation rund um die Ausbreitung des Corona-Virus birgt viele neue Herausforderungen. Geschäftsleitungen und Führungskräfte tragen viel Verantwortung im Hinblick auf die wirtschaftliche Lage des Unternehmens, aber auch für Ihre Mitarbeitenden. Um in dieser Zeit einen „klaren Kopf“ zu bewahren und die Atmosphäre im Unternehmen zu fördern, kann es helfen, einen Schritt zurückzutreten und neue Strukturen einzubinden. Aus dem Artikel „Acht Regeln, die Führungskräften in so einer Krise helfen“ [1] von Führungskräftecoach Christian Thiele sowie unseren eigenen Erfahrungen möchten wir Ihnen verschiedene Maßnahmen vorstellen, die Ihnen in dieser besonderen Situation als Unterstützung dienen können.

Für Sie

Für einen konstruktiven Umgang für Führungskräfte sind drei Pfeiler von großer Bedeutung: Kommunikation, Ruhe bzw. Stabilität sowie innere Klarheit. Alle drei Merkmale sind förderlich für den eigenen achtsamen Umgang mit der herausfordernden Situation sowie in der Interaktion mit Kollegen und Kolleginnen.

Um eine kontinuierliche Kommunikation sicherzustellen, ist der regelmäßige Austausch mit anderen Führungskräften sowie mit dem eigenen Team unerlässlich. Dies kann zum Beispiel in Form eines täglichen „Daily’s“ stattfinden. Hier trifft sich das Team beispielsweise jeden Morgen für 15 Minuten und jeder Mitarbeitende gibt ein kurzes „Status-Update“, woran er gerade arbeitet. Dieses Meeting kann vor Ort, aber in Zeiten von Home Office auch per Videotelefonie abgehalten werden. Es eignet sich sehr gut, um vor Isolation zu schützen und den Zusammenhalt im Team zu stärken.

Für einen konstruktiven Umgang mit den aktuell allgegenwärtigen Nachrichten und mehr Ruhe und Stabilität für Sie kann es nützlich sein, sich feste Zeiten für Nachrichten einzurichten. Wer kontinuierlich Nachrichten verfolgt, kann sich schnell unruhig fühlen, da er in dauerhafter Alarmbereitschaft ist. Werden feste Zeitpunkte festgelegt, kann sich die Amygdala, das Alarmzentrum unseres Gehirns, immer wieder entspannen.

Ebenso hilfreich ist es für Führungskräfte, innere Klarheit zu schaffen. Dies bedeutet zum einen, sich ab und zu einen Moment zu nehmen, um durchzuatmen. Außerdem hilft es, sich bewusst zu machen, wie man sich bezüglich der Corona-Virus-Epidemie fühlt und was den eigenen konstruktiven Umgang mit der Situation voranbringt. Dies fördert dann das souveräne, konstruktive Auftreten gegenüber dem Team.

Für Ihr Team

Im Umgang mit dem Team ist es zunächst wichtig, einen Krisenplan auszuarbeiten, in dem ein Krisenkommando etabliert wird. Dieses bestimmt sowohl Verantwortungsträger*innen als auch Ansprechpartner, die für die Mitarbeitenden zur Verfügung stehen. Außerdem hilft es, den proaktiven Umgang mit der Situation voranzutreiben.

Ebenso sollten Sie sich als Führungskraft trauen, Entscheidungen zu treffen. Auch wenn das Fällen von Entscheidungen in Krisensituationen oft schwieriger erscheint, kann sogenanntes ‚Nichthandeln‘ ein großer Fehler sein. Durch klare Entscheidungen geben Sie dem Team eine Richtung vor, vermitteln Sicherheit und bringen den Prozess voran.

In einer neuartigen Situation wie der aktuellen ist es hilfreich, sich selbst sowie Kollegen und Kolleginnen mit Empathie und Verständnis zu begegnen. Vertrauen Sie darauf, dass wir alle viele neue Erkenntnisse mitnehmen und gemeinsam wachsen werden.

Gern stehen wir als AGV-Team Ihnen jederzeit unterstützend zur Seite! Rufen Sie uns an, wenn Sie einen Gesprächspartner brauchen.

 

Bild: Shutterstock

 

[1] Quelle: „Acht Regeln, die Führungskräften in so einer Krise helfen“, Christian Thiele

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