von Kira Schlegel

Talentmanagement im eigenen Unternehmen

Wie Sie Ihre internen Talente fördern

 

„Die Krise bietet auch Chancen“, liest man derweil immer häufiger. Besonders im Bereich der Mitarbeiterbindung können sich Unternehmen in dieser Zeit besonders hervorheben, indem sie Potenziale fördern.

Im Rahmen der Corona-Krise mussten viele Unternehmen neue Wege gehen oder improvisieren. Dabei waren es oft die eigenen Mitarbeitenden, die neue Produktideen entwickelt oder Aufgaben über ihre Kerntätigkeit hinaus übernommen haben. Auch in vielen kleineren Unternehmen bringen sich Mitarbeitende oft über die Grenzen ihres eigenen Tätigkeitsfeldes hinaus ein. Dies zu nutzen ist für Arbeitgeber ein Weg, neue Projekte anzugehen, ohne dabei gezwungenermaßen neue Mitarbeitende zu finden.

Wir stellen Ihnen heute zwei Wege vor, wie Sie die vorhandenen Talente in Ihrem Unternehmen noch mehr fördern können.

  1. Job Crafting

Das sogenannte „Job Crafting“ ist ein Ansatz, der Mitarbeitenden ermöglicht, ihre Arbeitssituation proaktiv zu verbessern, und dadurch mit erhöhter Motivation einhergeht. Die Idee dahinter ist, dass neue Impulse oder Ideen bezüglich des eigenen Jobs von Seiten der Mitarbeitenden an die Führungskraft herangetragen werden. Es geht hierbei nicht darum, den gesamten Arbeitsplatz zu verändern, sondern gezielte Aspekte der Tätigkeit. Auch können Mitarbeitende beispielsweise Aufgaben in einem Projekt übernehmen, die eigentlich nicht zwingend mit ihrer Tätigkeit verbunden wären, und somit ihren Erfahrungshorizont erweitern. Gleichzeitig stärken sie damit ihre Kreativität und Problemlösefähigkeit.

  1. Interner „Stellenmarkt“

Viele Unternehmen haben bereits einen internen Stellenmarkt, mithilfe dessen sich Mitarbeitende auf neue Positionen bewerben können und damit ihre Weiterentwicklung vorantreiben können. Nach diesem Prinzip können Sie als Arbeitgeber aber auch einen internen „Stellenmarkt“ erstellen für besondere Aufgaben oder interdisziplinäre Projekte, bei dem sich Mitarbeitende auf konkrete Tätigkeiten bewerben, gleichzeitig aber ihre eigentliche „Kernaufgabe“ weiter ausführen. Auch hier profitieren beide Seiten von der Vielfalt der Arbeit, neuer Kreativität und erweiterten sozialen Beziehungen im Unternehmen.

Beide Ansätze gehen auf freiwilliger Basis nachweislich mit einem höheren Engagement und neuer Motivation einher. Gleichzeitig haben die Mitarbeitenden die Möglichkeit, ihre Kompetenzen zu erweitern. Als Unternehmen profitieren Sie dabei von einer verstärkten Mitarbeiterbindung. Nicht zuletzt können Sie damit den umkämpften Markt um neue Fachkräfte zumindest teilweise durch interne Besetzungen neuer Projekte und Aufgaben umgehen. Darüber hinaus signalisieren Sie Ihren Mitarbeitenden gegenüber Flexibilität und fördern ihre Selbstverantwortung. Für die Zukunftsfähigkeit Ihres Unternehmens sind diese Werte von zentraler Bedeutung.

 

 

Foto: Malachi Witt auf Pixabay

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