Corona-Steuerhilfen

von Anja Mertelsmann

Referentenentwurf vorgestellt

Referentenentwurf des „Vierten Corona-Steuerhilfegesetzes“ vorgestellt

Das Bundesministerium der Finanzen (BMF) veröffentlichte den Referentenentwurf „eines Vierten Gesetzes zur Umsetzung steuerlicher Hilfsmaßnahmen zur Bewältigung der CoronaKrise“ (Viertes Corona-Steuerhilfegesetz).

Der Gesetzentwurf enthält verschiedene Arbeitgeberrelevante pandemiebedingte Lohnsteuer- und Hilfsmaßnahmen. Außerdem wird die im Koalitionsvertrag vereinbarte Verlängerung der Verlustverrechnung umgesetzt.

Wesentliche Inhalte des Referentenentwurfs:

  • Neueinführung – „Pflege-Bonus“ [§ 3 Nr. 11b i.V.m. 52 Abs. 4 Satz 3 EStG-E]: Vom Arbeitgeber gewährte Anerkennungen von besonderen Leistungen während der CoronaKrise werden bis zu einem Betrag von 3.000 Euro steuerfrei gestellt. Voraussetzung für die Steuerbefreiung ist eine Beschäftigung in einer Einrichtungen im Sinne des § 23 Absatz 3 Satz 1 Nummer 1 oder Nummer 11 des Infektionsschutzgesetzes oder § 36 Absatz 1 Nummer 2 oder Nummer 7 des Infektionsschutzgesetzes. Die Norm läuft unabhängig von der steuer- und beitragsfreien „Corona-Prämie“ für alle Arbeitnehmenden, die derzeit nicht verlängert werden soll (Artikel 1, Seiten 4 und 15 der Anlage).
  • Dreimonatige Verlängerung – Steuerfreie Arbeitgeberzuschüsse zum Kurzarbeitergeld [§ 3 Nr. 28a EStG-E]: Die steuerfreien Arbeitgeberzuschüsse zum Kurzarbeitergeld (Kug) sollen zusammen mit dem Kug maximal 80 Prozent des Lohnausfalls ausgleichen. Manche Arbeitgeber sind tarifvertraglich verpflichtet, Zuschüsse zum Kug zu leisten. Ursprünglich war die Steuerfreiheit der Arbeitgeberzuschüsse zum Kug befristet auf Zahlungen vor dem 1. Januar 2022. Mit dem „Vierten Corona-Steuerhilfegesetz“ soll die Maßnahme auf Lohnzeiträume vor dem 1. April 2022 verlängert werden (Artikel 3 Nr. 1, Seiten 5 und 17 der Anlage).
  • Verlängerung bis Jahresende – „Homeoffice-Pauschale“ [§ 4 Abs. 5 Nr. 6b i.V.m. § 52 Abs. 6 Satz 15 EStG]: Die mit dem Jahressteuergesetz 2020 eingeführte sog. „Homeoffice-Pauschale“ von 5 Euro pro Tag für maximal 120 Arbeitstage für die Jahre 2020 und 2021 verlängert sich mit dem „Vierten Corona-Steuerhilfegesetz“ auf das Jahr 7 2022. Damit wird eine Maßnahme des Koalitionsvertrags umgesetzt (Artikel 3 Nr. 5, Seiten 6 und 19 der Anlage).
  • Verlängerung und Erweiterung – Verlustverrechnung [§ 10d i.V.m. 52 Abs. 18b EStG]: Die Corona-bedingte Anhebung des Höchstbetrags der Verlustverrechnung auf 10 Mio. Euro (bzw. 20 Mio. Euro bei Zusammenveranlagung von Eheleuten) wird verlängert und soll auch für die Jahre 2022 und 2023 gelten. Zudem ermöglicht das „Vierte CoronaSteuerhilfegesetz“ dauerhaft den Verlustrücktrag auf die vorangegangenen beiden Jahre. Bisher war nur ein Verlustrücktrag mit dem direkten Vorjahr möglich. Damit wird eine Maßnahme des Koalitionsvertrags umgesetzt (Artikel 3 Nr. 3 und Artikel 4, Seiten 5, 7, 17 und 20 der Anlage).

Wir rechnen mit einer kurzfristigen Umsetzung und werden über die weitere Entwicklung informieren. Den Entwurf stellen wir unten zum Download bereit. auf dem Laufenden halten.

Zurück zur Newsübersicht

Kurz die Cookies, dann geht's weiter

Auf unseren Seiten werden sog. Cookies eingesetzt. Bei Cookies handelt es sich um kleine Textdateien, die für die Dauer Ihrer Browser – Sitzung im Zwischenspeicher Ihres Internetbrowsers (sog. Session-Cookies) oder für eine gewisse Dauer (sog. permanent – Cookies) auf Ihrer Festplatte gespeichert werden.