Steuerbefreiung für Sonderzahlungen

von Kira Schlegel

Anwendungsschreiben des BMF

Bundesfinanzministerium veröffentlicht Anwendungsschreiben

Das Bundesfinanzministerium hat am 9. April 2020 ein Schreiben zur Abmilderung der Belastungen durch die Corona-Krise und damit die Rechtsgrundlage für die in Aussicht gestellten steuerfreien Sonderzahlungen veröffentlicht.

Unternehmen haben in dem Zeitraum vom 1. März 2020 bis zum 31. Dezember 2020 die Möglichkeit, ihren Beschäftigten Beihilfen und Unterstützungen bis zu einem Betrag von insgesamt 1.500 Euro steuerfrei auszuzahlen oder als Sachleistungen zu gewähren. Dies gilt nicht nur für systemrelevante Berufe, sondern für alle Unternehmen.

Die Voraussetzungen des R 3.11 Absatz 2 Satz 2 Nummer 1 bis 3 der Lohnsteuer-Richtlinien brauchen nicht für die Gewährung des Zuschusses bzw. des Sachbezugs vorliegen. Laut dem Absatz 2 Satz 1 R 3.11 der Lohnsteuer-Richtlinien kann eine Unterstützung nur dann steuerfrei gezahlt werden, wenn die Unterstützung dem Anlass nach gerechtfertigt ist. Laut dem Schreiben des Bundesfinanzministeriums ist dies durch die gesamtgesellschaftliche Betroffenheit durch die Corona-Krise gegeben.

Voraussetzung ist, dass die Beihilfen und Unterstützungen zusätzlich zum Arbeitslohn geleistet werden. Die steuerfreien Leistungen sind im Lohnkonto aufzuzeichnen. Sofern kein Tarifvertrag besteht und geschlossen wird, haben Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber jedoch keine gesetzliche Verpflichtung, eine Sonderzahlung zu gewähren.

Zuschüsse, die Unternehmen zum Kurzarbeitergeld leisten, fallen nicht unter die vorstehende Steuerbefreiung. Ebenfalls fallen Zuschüsse von Arbeitgebe

 

Unseren Mitgliedsunternehmen steht im LogIn-Bereich das Schreiben des Bundesfinanzministeriums unter dem Punkt "Bundesfinanzministerium - Steuerliche Maßnahmen" bereit.

 

Bild: Gerd Altmann auf Pixabay

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