Jahreswirtschaftsbericht

Planungen 2026

Jahreswirtschaftsbericht 2026

Die Bundesregierung hat am 28. Januar den Jahreswirtschaftsbericht 2026 mit dem Titel „Investitionen und Reformen für Wachstum und Resilienz“ vorgelegt. Der Jahreswirtschaftsbericht (JWB) ist die Antwort der Bundesregierung auf das Jahresgutachten des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (SVR)

Der Bericht stellt sechs angebotspolitische Handlungsfelder zur Stärkung des Wachstumspotenzials und der Resilienz dar. Aus Arbeitgebersicht besonders bedeutend sind der Bürokratierückbau, Ausweitung des Arbeitsangebots und Außenwirtschaft.

Bürokratierückbau (S. 31ff., Stellungnahme zum SVR-Gutachten, S. 40):
Überregulierungen zurückfahren: CSDR soll vereinfacht, „One-in-two-out“-Regel auf EU-Ebene soll eingeführt werden, Bürokratierückbau im Arbeitsschutz.
Modernisierungsagenda für Staat und Verwaltung: Administrative Verfahren beschleunigen.
Arbeitsangebot (S. 70ff., Stellungnahme zum SVR-Gutachten, S. 82):
Anreizstrukturen verbessern: Erwerbstätigkeit von Frauen erhöhen, Ältere bspw. durch Aktivrente und Aufhebung des Vorbeschäftigungsverbots stärker einbeziehen.
Sozialsysteme reformieren: Umbau Grundsicherung zur stärkeren Aktivierung von Arbeitssuchenden, Kostendämpfung der Sozialversicherungen.
Außenwirtschaft (S. 83ff., Stellungnahme zum SVR-Gutachten, S. 93):
Resilienz aufbauen: durch Diversifizierung und europäische Integration.
EU-Binnenmarkt ausbauen: durch 28. Regime, Weiterentwicklung der Spar- und Investitionsunion und Bankenunion
Ebenfalls vorgestellt werden „zeitgemäße wirtschafts- und finanzpolitische Leitlinien“ (vgl. S. 10f.), Maßnahmen für eine „zukunftsorientierte Finanzpolitik“ (vgl. S. 20ff. inklusive Stellungnahme zum SVR-Gutachten Finanz- und Steuerpolitik S. 28ff.) sowie zur „Strukturanpassung, industrieller Wertschöpfung und Wirtschaftssicherheit“ (vgl. S. 94ff. inklusive Stellungnahme zum SVR-Gutachten Verteidigung und Regionalpolitik S. 108f.).

Teil II: Jahresprojektion der Bundesregierung 2026
Für das Jahr 2026 wird ein Wirtschaftswachstum von 1 % gegenüber 2025 prognostiziert. Die Bundesregierung sieht dies als konjunkturelle Erholung im Zuge fiskalischer Impulse. Gegenüber der Herbstprognose hat die Bundesregierung ihre Wachstumserwartungen von 1,3 % leicht verschlechtert.
Das Verbraucherpreisniveau soll um 2,1 % steigen. In der Herbstprojektion lag die Inflationserwartung für 2026 bei 2,0 % (S. 125).
Es wird mit einer Zunahme der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung im Jahr 2026 von lediglich etwa 30.000 Personen gerechnet. Die Arbeitslosenquote soll 6,2 % betragen. Die Bruttolöhne und -gehälter je Arbeitnehmer dürften um 3,5 % (S. 125) und damit moderater als noch 2025 mit 4,6 % steigen. Jedoch entwickeln sich die Löhne trotz Arbeitsmarktschwäche weiterhin dynamisch.

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